Die siebte Trompete:

Gottes Herrschaft ist wiederhergestellt
 
 

Von hier aus erscheint noch eine zweite Sicht des Ablaufs der Dinge







26... 11,15-19: Der siebte Engel trompetet
 

(15) Und der siebte Engel trompetete. Und im Himmel entstanden laute Stimmen, die sagten: Das Königtum der Welt gehört nun unserem Herrn und seinem Gesalbten, und er wird König sein in die Äonen der Äonen.

(16) Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihre Gesichter und huldigten Gott. (17) Sie sagten: Wir danken dir, Herr, Gott, du Allherrscher, der ist und der war, daß du deine große Kraft in Anspruch genommen hast und König wurdest. (18) Und die Völker wurden zornig und es kam dein Zorn und für die Toten die Zeit, gerichtet zu werden, und deinen Knechten den Lohn zu geben, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, die Kleinen und die Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.

(19) Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet. Und es erschien die Lade seines Bundes in seinem Tempel. Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und großer Hagel.
 

Bevor das letzte große Wehe auf Erden eintrifft, ist der Prozeß im Himmel bereits abgeschlossen. Im Himmel ist ja der Prozeß, in dem die Menschen zum Bewußtsein ihrer wahren Natur erwachen, immer schon abgeschlossen - und das gilt auch für die himmlische Seite eines jeden einzelnen Individuums. Nur die irdische Seite ist ja der Zeit unterworfen, nur sie braucht den Prozeß, in dessen Verlauf sie "das Königtum der Welt unseres Herrn und seines Gesalbten" ohne jeden Zweifel erkennt und und durch den ihr klar werden wird, was der himmlischen Seite immer schon klar ist, nämlich daß dieses Königtum Bestand hat "in die Äonen der Äonen", "von Ewigkeit zu Ewigkeit", solange die Schöpfung besteht - und darüberhinaus. (15)

Die ersten, die diesen Prozeß der Bewußtwerdung durchlaufen haben, sind "die Ältesten". Sie haben längst begonnen, "dem, der ist und der war" dafür zu danken, daß "er seine große Kraft ergriffen hat und König wurde", denn sie haben erfahren: Nur weil Gott seine Schöpferkraft eingesetzt hat, gibt es uns überhaupt und nur dadurch haben wir die Gelegenheit, das größte aller Wunder zu erleben, nämlich daß wir Sterblichen eingehen in die Unsterblichkeit (1 Kor 15, 53f.).

Und wenn wir "Jüngeren" Gott dafür danken, daß er seine ganze Kraft eingesetzt hat, und wenn wir nach seinem Vorbild unsere ganze Kraft einsetzen, dann werden wir entdecken, daß seine göttliche Kraft auch in uns ist. Und dann werden wir durch unsere beschränkte Oberfläche hindurch den unendlichen Alleinen als unseren eigenen Grund erkennen. (17)

"Die Völker" waren verblendet von der Oberfläche. Sie hielten sich für beschränkt und wurden daher zornig. Und in ihrem Zorn rannten sie mit dem Kopf gegen die Wand und begegneten - dem "Zorn Gottes". Sie verstanden nicht, daß die Welt so gebaut ist, daß ein Ziel, das auf einer Illusion aufgebaut ist, nicht erreicht werden kann, sondern daß die Wahrheit an den Tag kommen muß. Damit die Wahrheit aber erscheinen kann, gibt es von Natur aus eine Korrektur, ein "Gericht", in dem das Beschränkte, das Starre und Tote ausgeschieden wird. Die für ihre beschränkten Vorstellungen kämpfen, erfahren dieses "Gericht" als einen äußerst schmerzlichen Prozeß. Alle aber, die der lebendigen Kraft in ihrer Tiefe trauen, werden die Früchte, die diese Kraft ihnen bringt, genießen können. (18)

Und für die, die das begreifen, öffnet sich der Tempel Gottes im Himmel. Und da erscheint "die Lade des Bundes" zwischen Gott und den Menschen. Wie damals die Lade mit den Gesetzestafeln der ständige Beweis war für den tatsächlich vorhandenen Bund zwischen Gott und seinem Volk, so wird für jeden Betroffenen jetzt ein neuer, ganz und gar persönlicher Beweis sichtbar und die unermeßliche Kraft dieses Bundes wird ihm bewußt. Und Johannes sieht diese Kraft in dem Bild von Blitzen und Stimmen und Donner und Erdbeben und Hagel. (19)
 
 
 

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Zur Vorbemerkung
Zum Beginn des Kommentars: Der Mensch, der sehen kann, was es mit dem menschlichen Leben auf sich hat (1-6)
Zu den Adressaten des Sehers:
Die Menschen, an die er sich wenden kann, bei denen eine Aussicht besteht, daß sie seine Botschaft hören (7-13)
Zu: Gewisse Menschen haben eine vollkommene Einsicht in das Wesen des Lebens (14)
Zu: Die meisten Menschen begreifen das Leben nicht; sie finden nur falsche Antworten (15)
Zu: Die ersten sechs Geheimnisse des Lebens (16)
Zu: Die Besiegelung derer, die sich besinnen (17-18)
Zu: Das siebte Siegel: Zunächst Stille, die Ruhe vor dem Sturm (19)
Zu: Sie ersten sechs "Trompeten" (Warnrufe) (20-22)
Zu: Himmlische Botschaften werden an die gepeinigte Menschheit gesandt (23-25)
Zu: Die Frau und der Drache (27-29)
Zu: Die spektakulären, aber illusionären Phänomene des Ego verführen die meisten (30-32)
Zu: Die Wahrheit zeigt sich (33-42)
Zu: Eine Zeit der Harmonie, die Wiederkehr des Ego und seine erneute Zerstörung (43-44)
Zu: Angesichts des Todes zeigt sich die Wirklichkeit (45)
Zu: Das Leben nach der Vernichtung des Ego (46-48)
Zu: Das eben Beschriebene wird in Kürze geschehen (49)

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